Fürstentum Fürstenberg Silber Taler

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Silber Konventionstaler 1804


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1 Kreuzer 1804


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Altdeutschland Silber Taler

Die Bilder zeigen sehr seltene Taler, geprägt in einer geringen Auflage aus Silber, welches in der Grube Friedrich Christian bei Schapbach im Fürstentum Fürstenberg im Schwarzwald abgebaut worden war. Im Jahre 1783 hatte der damals 25 Jahre alte Prinz Josef Maria Benedikt den Thron im Schloss in Donaueschingen bestiegen, den er bis zu seinem Tod 1796inne hatte. In seiner Jugend hatte Josef Maria Benedikt als Erbprinz den zwölf Tage dauernden Besuch des 10-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart miterlebt, welcher im Rahmen einer dreijährigen Konzerttournee in Donaueschingen Station gemacht hatte. Dieses Erlebnis war für den Prinzen prägend: Er entwickelte eine große Leidenschaft für die Musik und nach seinem Regierungsantritt gab er ein Vermögen für den Unterhalt eines Theaters aus, in dem die Werke der großen Komponisten jener Tage aufgeführt wurden. Mozart bat ihn damals um ein reguläres jährliches Gehalt, für das Fürst Josef Maria Benedikt von iMozart arrangierte Kompositionen zum exklusiven Gebrauch im Schloss in Donaueschingen erhalten sollte. Tatsächlich hat der Fürst drei Symphonien und drei Klavierkonzerte von Mozart gekauft, doch zu einer regelmäßigen jährlichen Gehaltszahlung an ihn ist es nicht gekommen.

Die Fürstenberg, bis 1918 Fürsten von Fürstenberg, sind ein süddeutsches Adelsgeschlecht, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Die Familie Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Während der Reformation trat Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegenüber dem ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürst zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte, sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des Kurfürsten wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn hatten Mitglieder der Familie hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazu gehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Um Donaueschingen besitzen die Fürstenbergs noch heute umfangreiche Güter, wozu bis 2004 auch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei gehörte. Außer dem Schloss in Donaueschingen besitzen und bewohnen die Fürstenbergs das Schloss Werenwag im Oberen Donautal. Weitere Fürstenberger Schlösser sind das Schloss Heiligenberg nördlich des Bodensees und das Schloss Hohenlupfen in Stühlingen.

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