Altdeutschland Silber KLEVE BERG Herzogtum
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JÜLICH-KLEVE-BERG Herzogtum & Großherzogtum Taler
BERG, HERZOGTUM, SEIT 1806 GROSSHERZOGTUM Joachim Murat 1806. Napoléon I. gab das Herzogtum Berg an seinen Schwager und Marschall Joachim Murat weiter, der auch den rechtsrheinischen Teil von Kleve erhielt. Beim Abschluß der Rheinbundakte bzw. kurze Zeit später erhielt Murat noch die Stadt Deutz, die Grafschaften Sayn, Nassau-Siegen und -Hadamar, die Abteien Essen und Elten. Gleichzeitig wurde er zum Großherzog mit der Anrede "Königliche Hoheit" erhoben, was seiner Eitelkeit schmeichelte. 1808 wurde Berg um Mark, Dortmund, Tecklenburg, Lingen und Teile von Münster arrondiert. Im selben Jahr wurde Joachim Murat aber als König von Neapel nach Süditalien "versetzt" und Napoléon I. übernahm das Großherzogtum selbst. Die Münzprägung in Düsseldorf lief während seiner Regierung in den vorgezeichneten Bahnen weiter.
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Maximilian Joseph von Bayern Silber Taler 1804
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Silber Taler 1807
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Maximilian Joseph Kurfürst von Bayern 3 Stüber 1806
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Karl Theodor, 1742-1799 Konventionstaler 1772, Düsseldorf
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Johann Wilhelm II., 1679-1716 2/3 Taler 1709, Düsseldorf
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Wilhelm V., 1539-1592 Taler o. J., Mülheim
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Johann Wilhelm II., 1679-1716 1/6 Taler 1707, Düsseldorf
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Karl Theodor, 1743-1799 Konv.-Taler 1774, Düsseldorf
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Johann Wilhelm II., 1679-1716 2/3 Taler 1707, Düsseldorf
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Johann Wilhelm II., 1679-1716 2/3 Taler 1691, Mülheim
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Karl Philipp, 1716-1742 2/3 Taler Feinsilber 1738, Düsseldorf
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Das Herzogtum Berg Ducatus Montensis war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im östlichen Rheinland. Es zählte zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis und war landständisch verfasst. Es bestand vom 11. Jahrhundert (bis 1380 als Grafschaft) bis 1806 als Herzogtum Berg, danach noch wenige Jahre in stark veränderter Form als Großherzogtum. Berg war lange mit dem Herzogtum Jülich und wechselweise mit verschiedenen anderen Territorien in Personalunion vereint. Herrschaftsitz war zunächst Altenberg, ab 1133 dann Schloss Burg und ab dem späten 14. Jahrhundert Düsseldorf. Am 15. März 1806 trat Kurfürst Maximilian IV. Joseph das Herzogtum Berg an Napoleon ab. Kurbayern hatte sich 1805 im Vertrag von Schönbrunn im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach dazu verpflichtet. Napoleon übereignete noch am selben Tag die Herzogtümer Berg und Kleve an seinen Schwager Joachim Murat. Das Territorium des Herzogtums Kleve wurde nur in seinen rechtsrheinischen Teilen mit dem Herzogtum Berg verbunden; die linksrheinischen Teile hatte Frankreich bereits annektiert. Murat nahm sein Land am 19. März 1806 in Köln zunächst als Herzog von Kleve (Cleve) und Berg förmlich in Besitz und ließ sich acht Tage später von den Landständen huldigen. Im April wurde das Territorium in vier Arrondissements reorganisiert: das Arrondissement Siegburg sowie die Arrondissements Mülheim (am Rhein), Düsseldorf und Elberfeld-Duisburg-Wesel. Später kamen im Süden noch das Arrondissement Dillenburg und im Norden das Arrondissement Steinfurt hinzu. Im Juli 1806 nahm Murat auf der Grundlage der Rheinbundakte und im Zuge der Gründung des Rheinbundes den Titel eines Großherzogs an. Gleichzeitig wurde das souveräne klevisch-bergische Großherzogtum erweitert, bis zum Januar 1808 durch folgende Übertragungen: die Abteien Elten, Essen und Werden, die Grafschaft Mark mit Lippstadt, das Erbfürstentum Münster, die Grafschaft Salm-Horstmar, die Grafschaften Teckenburg, Rheda, Lingen, Cappenberg und die ehemalige Reichsstadt Dortmund. Im März 1808 ernannte Napoleon Joachim Murat zum König von Neapel und übernahm ab diesem Zeitpunkt in Personalunion mit dem französischen Kaisertum auch die Herrschaft über das Großherzogtum Berg, das Düsseldorf zur Hauptstadt hatte. Als Minister für Angelegenheiten des Großherzogtums Berg bei der kaiserlichen Regierung zu Paris fungierte Pierre-Louis Roederer. Mit ihm stand ein Kaiserlicher Kommissar als Verwaltungschef der großherzoglichen Regierung zu Düsseldorf in ständiger Korrespondenz. Im April erreichte das Großherzogtum Berg eine Ausdehnung, die es in der Folgezeit nicht mehr übertreffen sollte. Im November 1808 wurden Kleve und Berg verwaltungstechnisch in vier Départements (etwa: „Länder“ bzw. Landschaften), zwölf Arrondissements (Regierungsbezirke) und 78 Cantons (Landkreise) untergliedert. Die kleinste Verwaltungseinheit waren die Mairies (Bürgermeistereien bzw. Verbandsgemeinden). Die Départements waren das Département Rhein, das Département Sieg, das Département Ruhr und das 1810 von Frankreich annektierte Département Ems. Im Dezember 1808 löste die Municipalverwaltung für die Städte und Gemeinden die früheren Vogteien, Honnschaften und Ämter endgültig ab. 1809 nahm, unter kaiserlicher Vormundschaft und Regentschaft, Napoleons vierjähriger Neffe Napoléon Louis Bonaparte den Titel des Großherzogs von Kleve und Berg an. Er war der älteste lebende Sohn des Königs von Holland und Bruder Napoleons III. Für wenige Tage, vom 1. bis zum 13. Juli 1810, war das Großherzogtum Berg in Personalunion mit dem Königreich Holland verbunden, weil in dieser kurzen Zeit der Großherzog von Berg auch König von Holland war. Infolge der von Frankreich betriebenen Kontinentalsperre und der französischen Annexion von bergischen Landesteilen sowie nördlichen Nachbarstaaten (Königreich Holland, Fürstentum Salm und Herzogtum Arenberg) geriet das Großherzogtum Berg ab 1810 zunehmend in eine tiefe Wirtschaftskrise, der bis 1813 starke innere Unruhen folgten. Die Unruhen wurden mit Militäreinsätzen niedergeschlagen. Dabei waren auch Truppen aus dem benachbarten Königreich Westphalen behilflich. Im Jahre 1811 besuchte Napoleon das Großherzogtum und seine Hauptstadt Düsseldorf mit dem Ziel, die auftretenden Schwierigkeiten – etwa durch Kontakte mit Persönlichkeiten der bergischen Administration und Wirtschaft – persönlich zu erörtern und in Augenschein zu nehmen. Um die bergische Bevölkerung für Frankreich und für ihn als Regenten Bergs gewogen zu halten, ließ er eine bergische Gewerbeausstellung organisieren, die er auch besuchte, ordnete er eine Verschönerung der ab 1801 beseitigten Stadtbefestigung Düsseldorfs an und stellte hierfür eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung. Das städtebauliche „Embellissement“ setzten die beauftragten Planer, insbesondere Maximilian Friedrich Weyhe, mit einem System von Boulevards, Esplanaden und landschaftlich gestalteten Parkanlagen in der Folgezeit schrittweise um. Am 15. März 1812 erließ Napoleon als Regent für den noch minderjährigen Großherzog Napoleon Louis die Verfassung von Berg. Es handelte sich nach der Constitution des Königreichs Westphalen und dem Höchsten Organisations-Patent der Verfassung des Großherzogtums Frankfurt um die letzte Verfassung der napoleonischen Musterstaaten.
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Joachim Murat, 1806-1808 Taler 1807. Cassataler.
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Wolfgang Wilhelm, 1624-1653 1/4 Reichstaler 1639, Düsseldorf
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Johann Wilhelm II., 1679-1716 Taler nach burgundischem Fuß 1711, Düsseldorf
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Karl Theodor, 1743-1799. Reichstaler Feinsilber 1751, Mannheim
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Karl Theodor, 1742-1799 Konventionstaler 1774, Düsseldorf

