Altdeutschland Bayern Vereinsdoppeltaler
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Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Silber Doppelter Vereinstaler Ludwig I 1839, München Reitersäule Maximilians I
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Ludwig I Silber Doppeltaler 1841
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Silber Doppelter Vereinstaler Ludwig I 1841 Standbild Richters
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Ludwig II Silber Doppelter Vereinstaler 1865
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Ludwig II Silber Doppelter Vereinstaler 1867
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Silber Doppelter Vereinstaler Maximilian II 1849 Orlando di Lasso
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Silber Doppelter Vereinstaler 1860
Bayern Kurfürstentum & Königreich Vereinsdoppeltaler
Ludwig I Silber Vereinsdoppeltaler 1846 Ludwigskanal
Altdeutschland Bayern Doppelter Vereinstaler
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Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern
Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Geschichtstaler
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Altdeutschland Silber Taler Bayern Gulden & Doppelgulden
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Die Napoleonischen Kriege brachten Bayern, das auf französischer Seite stand und dem Rheinbund angehörte, einerseits den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete, andererseits den Zuwachs zahlreicher geistlicher und weltlicher Herrschaften in Franken und Schwaben. So gewann es, um die wichtigsten Gebiete zu nennen, Würzburg, Bamberg, Augsburg, Kempten, Passau, Eichstätt und Ansbach hinzu. 1806 nahm der Kurfürst die Königswürde an. 1813 sagte sich Bayern vom Rheinbund los und wandte sich gegen Frankreich. Im Frieden von Paris 1815 konnte es seinen Besitzstand wahren. Es erhielt 1818 eine konstitutionelle Verfassung mit zwei Kammern als der Vertretung der Stände. Mehrere vorausgegangene Zollverträge führten 1834 zum deutschen Zollverein. 1848 veranlassten Unruhen den König abzudanken. Der Ausgang des preußisch-österreichischen Krieges 1866 zwang Bayern, das auf der Seite Österreichs stand, zum Abschluss eines Bündnisses mit Preußen. Der Beitritt zum Reich ( 23. November 1870 ) ließ Bayern verschiedene Sonderrechte, so eine eigene Diplomatie, eine eigene Post- und Eisenbahnverwaltung. 1918 wurde das Land zur Republik ausgerufen und erhielt 1919 als Freistaat eine neue Verfassung. Bayern münzte seit 1753 nach dem Konventionsfuß. Aus der Gewichtsmark Feinsilber ( 234 g ) wurden 10 Konventionstaler zu je 2 Konventionsgulden hergestellt, der Gulden zu 60 Kreuzer gerechnet, der Kreuzer zu 4 Pfennig, der Pfennig zu 2 Heller. Dieser 20-Gulden-Fuß entwickelte sich bald zum 24-Gulden-Fuß und seit 1800 zum 24 ½ -Gulden-Fuß weiter, der 1837 in Bayern gesetzlich wurde. Die Verbindung des süddeutschen 24 ½-Gulden-Fußes mit dem norddeutschen 14-Taler-Fuß stellte die seit 1838 geprägte Vereinsmünze dar, das 2-Taler- oder 3 ½ -Gulden-Stück. Der Wiener Münzvertrag von 1857, in dem sich fast alle deutschen Staaten und Österreich in einem gemeinsamen Münzwesen zusammenfanden, führte an Stelle der Gewichtsmark das Zollpfund zu 500 g ein sowie den Vereinstaler des 30-Taler-Fußes, demgemäß man 30 Taler aus dem Pfund Feinsilber münzte. In Bayern blieb weiterhin der Gulden zu 60 Kreuzer die Hauptmünze. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts lief neben den Konventionsmünzen in den süddeutschen Ländern der Kronentaler um, eine ursprünglich österreichisch-niederländische Münze, die u.a. auch in der Münchener Münzstätte geprägt wurde. Die Goldmünzen waren eigentlich keine gesetzlichen Zahlungsmittel, da Gold nicht Währungsmetall war. Goldmünze war bis 1857 der Dukat, von da ab bis zur Einführung der Goldmark die Vereinskrone. Mit dem Münzgesetz von 1873 trat an Stelle der Landeswährung die Reichswährung, eine Goldwährung mit der Rechnungseinheit der Goldmark zu 100 Pfennig. Umrechnungen: 1 Vereinskrone 15 Gulden 54 Kreuzer; 1 Dukat = 5 Gulden 36 Kreuzer; 1 Krontaler 2 Gulden 42 Kreuzer; 1 Konventionstaler 2 Gulden 24 Kreuzer; 1 Vereinstaler 1 Gulden 45 Kreuzer; 1 Gulden 1,71 Mark; Münzstätten: Mannheim, 1802 für die Rheinpfalz Hall, 1806 für Tirol München
Ludwig I., König von Bayern, war ein deutscher Fürst aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Er folgte seinem Vater Maximilian I. nach dessen Tod im Jahre 1825 auf den bayerischen Thron und dankte im Revolutionsjahr 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. ab. Der als Ludwig Karl August getaufte Ludwig I. war der Sohn von Maximilian I. und der Prinzessin Auguste Wilhelmine Maria von Hessen-Darmstadt. Sein Taufpate war König Ludwig XVI. von Frankreich. Er war der Onkel der Prinzessin Elisabeth in Bayern und späteren Kaiserin von Österreich sowie Königin von Ungarn. Ludwig I., der bereits von Geburt an schwerhörig war erhielt ab 1797 eine religiöse Erziehung durch den katholischen Priester Joseph Anton Sambuga. Er studierte bei Johann Michael Sailer an der Universität Landshut und anschließend an der Universität Göttingen. Außer in Alter Geschichte bildete er sich vorwiegend in französischer, italienischer und spanischer Literatur, später erlernte er zudem die russische Sprache. Am 12. Oktober 1810 heiratete er als bayerischer Kronprinz die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen (Prinzenhochzeit). Damit wurde die Tradition des Münchner Oktoberfestes begründet. Der Veranstaltungsort wird nach der Prinzessin Theresienwiese genannt. Bereits auf dem Wiener Kongress 1815 verfocht er eine deutsch-nationale Politik. Zwischen 1816 und 1825 verbrachte er seine Kronprinzenjahre in Würzburg. Außerdem unternahm er zahlreiche Italienreisen und erwarb in Rom die Villa Malta. 1817 war Ludwig maßgeblich am Sturz des Ministers Montgelas beteiligt. Als sein Vater aus Wien zurückkam, legte er ihm einen Brief vor, in dem er die Entlassung des Ministers forderte. Dem Wunsch des Kronprinzen wurde am 2. Februar 1817 stattgegeben. Ludwig unterstützte als Philhellene großzügig den griechischen Freiheitskampf, wobei er im Befreiungskrieg 1821 ein Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Gulden aus seinen Privatmitteln zur Verfügung stellte. Nach dem Tod seines Vaters Maximilian I. am 13. Oktober 1825 wurde Ludwig als bayerischer König inthronisiert. Um die Eingliederung der neu zum bayerischen Territorium hinzu gekommenen Gebiete zu fördern, änderte er 1837 seine Titulatur und nannte sich fortan „König von Bayern, Herzog von Franken, Herzog in Schwaben und Pfalzgraf bei Rhein“. Bei den Herzogstiteln und dem Pfalzgrafenamt handelt es sich aber gleichsam um Phantasietitel, da es diese Würden weder im neuzeitlichen bayerischen Staatsrecht noch im deutschen Bundesrecht gab, die jeweils nur den „König von Bayern“ kannten. Diese Titel hatten jedoch eine lange Tradition und bestanden vor Auflösung des alten Reichs 1806. An diese Titel knüpfte der König bewusst an und führte sie als Anspruchstitel, die eine Legitimation seiner Herrschaft über alle Landesteile belegen sollten: Ludwigs Titulatur ist also auch als Ausdruck des romantisch-historisierenden Regierungsverständnisses des Königs zu verstehen. Seine Nachfolger behielten diese Titel bei.
Ludwig II. Otto Friedrich Wilhelm von Bayern, aus dem deutschen Fürstenhaus Wittelsbach stammend, war vom 10. März 1864 an bis zu seinem Tod König von Bayern. Nach seiner Entmündigung am 10. Juni 1886 übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Regierungsgeschäfte. Er hat sich in der bayerischen Geschichte vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr, unter anderem von Neuschwanstein, ein Denkmal gesetzt, weshalb er volkstümlich auch als Märchenkönig bezeichnet wird. Ludwig II. wurde am 25. August 1845 in München um 0.30 Uhr als ältester Sohn von Kronprinz Maximilian und Kronprinzessin Marie Friederike geboren. Er wurde auf den Namen Otto Friedrich Wilhelm Ludwig getauft, Rufname sollte jedoch auf Drängen des gleichnamigen Großvaters Ludwig sein, der ebenfalls an einem 25. August geboren wurde (1786). Drei Jahre später (1848) wurde Ludwigs Bruder Otto geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachten die Brüder vor allem auf Schloss Hohenschwangau, in der Umgebung ihrer Erzieher. Nachdem sein Großvater, König Ludwig I. von Bayern, 1848 abgedankt hatte, wurde sein Vater Maximilian König und Ludwig zum Kronprinzen. 1861 erlebte Ludwig zum ersten Mal Richard Wagners Opern Tannhäuser und Lohengrin. Daraus entstand vermutlich seine besondere Vorliebe für Wagners Opern und die darin verarbeitete Sagen- und Märchenwelt. Ludwigs Vater Maximilian starb am 10. März 1864, Ludwig wurde am selben Tag im Alter von 18 Jahren als Ludwig II. zum König von Bayern proklamiert („Ludwig, von Gottes Gnaden König von Bayern, Pfalzgraf bey Rhein, Herzog von Bayern, Franken und in Schwaben“). Am 11. März um 10 Uhr leistete er im Sitzungssaal der Staatsratszimmer seinen Eid auf die bayerische Verfassung. Bei den Trauerfeiern für den verstorbenen Vater am 14. März sah man den 1,93 Meter großen neuen König erstmals in der Öffentlichkeit. Von Anfang an engagierte er sich für die Förderung der Kultur, insbesondere des Komponisten Richard Wagner, den er am 4. Mai 1864 erstmals persönlich traf. Zwischen 1864 und 1865 ließ er Wagner 170.000 Gulden zukommen. Er finanzierte damit dessen Musikdrama Der Ring des Nibelungen, das dieser in drei Jahren fertigstellen sollte. Im Dezember 1865 musste sich Ludwig II. allerdings dem Widerstand der Staatsregierung, der Münchner Bürger und seiner eigenen Familie beugen und den unbeliebten Wagner auffordern, Bayern zu verlassen. Die enge Freundschaft der beiden blieb zunächst bestehen. Die Wagner-Opern Tristan und Isolde (10. Juni 1865), Die Meistersinger von Nürnberg (21. Juni 1868), Das Rheingold (22. September 1869) und Die Walküre (26. Juni 1870) erlebten im Nationaltheater ihre Uraufführung. Seit 1872 ließ er sich ohne Publikum vollständige Wagner-Opern vorführen. Er finanzierte auch das Richard-Wagner-Festspielhaus und förderte den von Marie von Schleinitz ins Leben gerufenen Bayreuther Patronatsverein. Krieg gegen Preußen Am 11. Mai 1866 unterschrieb Ludwig den Mobilmachungsbefehl, womit Bayern an der Seite des Deutschen Bundes und damit Österreichs in den Krieg zwischen Österreich und Preußen eintrat. Der von Kindheit an wenig militärisch gesinnte Ludwig überließ die Kriegspolitik seinen Ministern und fuhr in die Schweiz, um Richard Wagner zu treffen. Im Friedensvertrag nach der Niederlage musste Bayern seine Truppen dem preußischen Oberbefehl unterstellen und 30 Millionen Gulden Kriegsentschädigung an Preußen zahlen, sowie das Bezirksamt Gersfeld und den Landgerichtsbezirk Orb an Preußen abtreten. Ludwig unternahm in dieser Zeit seine einzige Bereisung des Landes, eine Frankenreise vom 10. November bis zum 10. Dezember 1866. Danach widmete er sich vor allem seinen romantischen Ideen und zog sich auf seine Schlösser zurück, von wo er die Regierungsgeschäfte durch Gesandte führte.


