Altdeutschland Bayern Gulden & Doppelgulden
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Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
3 1/2 Silber GULDEN VII EINE F. MARK 2 THALER
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Ludwig II Silber 1 Gulden 1869
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Ludwig II Silber 1/2 Gulden 1869
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Maximilian II Silber Gulden 1855
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Ludwig I Silber 1 Gulden 1842
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Ludwig I Silber 1/2 Gulden 1842
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Maximilian II Silber 1/2 Gulden 1855
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Silber Doppelgulden 1855 Mariensäule
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Silber Doppelgulden 1853
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Maximilian II Joseph Nickelprobe vom Doppelgulden 1855
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Silber Doppeltaler 3 1/2 Gulden 1852
Bayern Kurfürstentum & Königreich Gulden
Silber Doppelgulden 1846
Altdeutschland Bayern Gulden & Doppelgulden
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Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Geschichtstaler
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Altdeutschland Silber Taler Bayern Gulden & Doppelgulden
Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Konventionstaler
Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Kronentaler
Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Vereinsdoppeltaler
Altdeutschland Silber Taler Münzen Bayern Vereinstaler

Die Napoleonischen Kriege brachten Bayern, das auf französischer Seite stand und dem Rheinbund angehörte, einerseits den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete, andererseits den Zuwachs zahlreicher geistlicher und weltlicher Herrschaften in Franken und Schwaben. So gewann es, um die wichtigsten Gebiete zu nennen, Würzburg, Bamberg, Augsburg, Kempten, Passau, Eichstätt und Ansbach hinzu. 1806 nahm der Kurfürst die Königswürde an. 1813 sagte sich Bayern vom Rheinbund los und wandte sich gegen Frankreich. Im Frieden von Paris 1815 konnte es seinen Besitzstand wahren. Es erhielt 1818 eine konstitutionelle Verfassung mit zwei Kammern als der Vertretung der Stände. Mehrere vorausgegangene Zollverträge führten 1834 zum deutschen Zollverein. 1848 veranlassten Unruhen den König abzudanken. Der Ausgang des preußisch-österreichischen Krieges 1866 zwang Bayern, das auf der Seite Österreichs stand, zum Abschluss eines Bündnisses mit Preußen. Der Beitritt zum Reich ( 23. November 1870 ) ließ Bayern verschiedene Sonderrechte, so eine eigene Diplomatie, eine eigene Post- und Eisenbahnverwaltung. 1918 wurde das Land zur Republik ausgerufen und erhielt 1919 als Freistaat eine neue Verfassung. Bayern münzte seit 1753 nach dem Konventionsfuß. Aus der Gewichtsmark Feinsilber ( 234 g ) wurden 10 Konventionstaler zu je 2 Konventionsgulden hergestellt, der Gulden zu 60 Kreuzer gerechnet, der Kreuzer zu 4 Pfennig, der Pfennig zu 2 Heller. Dieser 20-Gulden-Fuß entwickelte sich bald zum 24-Gulden-Fuß und seit 1800 zum 24 ½ -Gulden-Fuß weiter, der 1837 in Bayern gesetzlich wurde. Die Verbindung des süddeutschen 24 ½-Gulden-Fußes mit dem norddeutschen 14-Taler-Fuß stellte die seit 1838 geprägte Vereinsmünze dar, das 2-Taler- oder 3 ½ -Gulden-Stück. Der Wiener Münzvertrag von 1857, in dem sich fast alle deutschen Staaten und Österreich in einem gemeinsamen Münzwesen zusammenfanden, führte an Stelle der Gewichtsmark das Zollpfund zu 500 g ein sowie den Vereinstaler des 30-Taler-Fußes, demgemäß man 30 Taler aus dem Pfund Feinsilber münzte. In Bayern blieb weiterhin der Gulden zu 60 Kreuzer die Hauptmünze. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts lief neben den Konventionsmünzen in den süddeutschen Ländern der Kronentaler um, eine ursprünglich österreichisch-niederländische Münze, die u.a. auch in der Münchener Münzstätte geprägt wurde. Die Goldmünzen waren eigentlich keine gesetzlichen Zahlungsmittel, da Gold nicht Währungsmetall war. Goldmünze war bis 1857 der Dukat, von da ab bis zur Einführung der Goldmark die Vereinskrone. Mit dem Münzgesetz von 1873 trat an Stelle der Landeswährung die Reichswährung, eine Goldwährung mit der Rechnungseinheit der Goldmark zu 100 Pfennig. Umrechnungen: 1 Vereinskrone 15 Gulden 54 Kreuzer; 1 Dukat = 5 Gulden 36 Kreuzer; 1 Krontaler 2 Gulden 42 Kreuzer; 1 Konventionstaler 2 Gulden 24 Kreuzer; 1 Vereinstaler 1 Gulden 45 Kreuzer; 1 Gulden 1,71 Mark; Münzstätten: Mannheim, 1802 für die Rheinpfalz Hall, 1806 für Tirol München
Maximilian I Maria Michael Johann Baptist Franz de Paula Joseph Kaspar Ignatius Nepomuk war als Maximilian IV. zunächst Herzog von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und später erster König des Königreichs Bayern. Bei seinen Untertanen wurde er mit der populären Kurzform seines Namens „König Max“ genannt. Maximilian Joseph stammte aus einer Pfälzer Seitenlinie der Familie der Wittelsbacher. Seine Eltern waren Friedrich Michael, Herzog von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler (1724–1767) und Maria Franziska Dorothea von Pfalz-Sulzbach. Aufgewachsen war er in Frankreich, vor allem in Straßburg, wo er später auch Oberst im Corps d'Alsace der französischen Armee war. Ursprünglich nicht zum Thronfolger vorgesehen, erbte Maximilian 1778 die Grafschaft Rappoltstein und wurde 1795 Nachfolger seines Bruders Karl II. August im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das bereits von der französischen Revolutionsarmee besetzt war. Er wählte das damals preußische und nach dem Frieden von Basel neutrale Ansbach zu seiner Exilresidenz. Nach dem Tod des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor wurde er als nächster Verwandter im Jahre 1799 als Maximilian IV. Joseph dessen Nachfolger in allen Gebieten der Wittelsbacher. Er verlegte 1800 die Erste Bayrische Universität von Ingolstadt nach Landshut. Seine französische Erziehung, die Annexionsbestrebungen der Habsburger und die Dominanz der Armee Napoleons führten unter seiner Regentschaft zwischen 1805 und 1813 zu einer engen Anlehnung Bayerns an das napoleonische Frankreich. 1781 wurde er Ehrenmitglied der Bayr. Akademie der Wissenschaften. 1802 bis 1803 wurde die Säkularisation in Bayern durchgeführt, in deren Verlauf nahezu alle Klöster in Bayern aufgehoben wurden und das Kirchengut an den bayerischen Staat fiel. Bayern wurde 1806 unter dem Minister Maximilian Graf von Montgelas auch zum führenden Mitglied im Rheinbund und Bündnispartner von Napoléon. Für seine Bündnistreue (seit dem Geheimvertrag von Bogenhausen im Jahre 1805) wurde im Frieden von Pressburg Bayern zum Königreich durch den französischen Kaiser aufgewertet und Max Joseph am 1. Januar 1806 in München als Maximilian I. Joseph zum ersten König Bayerns erhoben. Die Anlehnung an Frankreich hatte jedoch einen hohen Preis: So mussten 1812 dreißigtausend Bayern Napoléons Feldzug gegen Russland mit dem Leben bezahlen. Bayern wurde durch Tirol und Salzburg erheblich erweitert und konnte auf dem Wiener Kongress 1814 die Abtretung dieser Gebiete an Österreich durch den Erwerb fränkischer und schwäbischer Bezirke und die Rückgabe der Rheinpfalz kompensieren, da Maximilian am 8. Oktober 1813 - noch 10 Tage vor der Völkerschlacht bei Leipzig - durch den Vertrag von Ried die Kooperation mit Napoleon aufgab und eine Verbindung mit Österreich einging. 1808 gewährte Maximilian Bayern eine Verfassung, die 1818 weitgehend überarbeitet wurde und in dieser Form (mit gewissen Ergänzungen und Verbesserungen) bis zum Ende der Monarchie 1918 genau 100 Jahre lang in Kraft bleiben sollte. Die Neugestaltung Münchens übertrug der König dem Baumeister Karl von Fischer, der von Emanuel Joseph von Hérigoyen und Gustav von Vorherr abgelöst wurde. 1808 gründet er die Akademie der Bildenden Künste München. 1818 erbaute Maximilian für Prinz Karl die Gatterburg in Pasing. Maximilian I. Joseph starb am 13. Oktober 1825 im Schloss Nymphenburg und wurde in der Theatinerkirche in München beigesetzt.
Ludwig I König von Bayern, war ein deutscher Fürst aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Er folgte seinem Vater Maximilian I. nach dessen Tod im Jahre 1825 auf den bayerischen Thron und dankte im Revolutionsjahr 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. ab. Der als Ludwig Karl August getaufte Ludwig I. war der Sohn von Maximilian I. und der Prinzessin Auguste Wilhelmine Maria von Hessen-Darmstadt. Sein Taufpate war König Ludwig XVI. von Frankreich. Er war der Onkel der Prinzessin Elisabeth in Bayern und späteren Kaiserin von Österreich sowie Königin von Ungarn. Ludwig I., der bereits von Geburt an schwerhörig war erhielt ab 1797 eine religiöse Erziehung durch den katholischen Priester Joseph Anton Sambuga. Er studierte bei Johann Michael Sailer an der Universität Landshut und anschließend an der Universität Göttingen. Außer in Alter Geschichte bildete er sich vorwiegend in französischer, italienischer und spanischer Literatur, später erlernte er zudem die russische Sprache. Am 12. Oktober 1810 heiratete er als bayerischer Kronprinz die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen (Prinzenhochzeit). Damit wurde die Tradition des Münchner Oktoberfestes begründet. Der Veranstaltungsort wird nach der Prinzessin Theresienwiese genannt. Bereits auf dem Wiener Kongress 1815 verfocht er eine deutsch-nationale Politik. Zwischen 1816 und 1825 verbrachte er seine Kronprinzenjahre in Würzburg. Außerdem unternahm er zahlreiche Italienreisen und erwarb in Rom die Villa Malta. 1817 war Ludwig maßgeblich am Sturz des Ministers Montgelas beteiligt. Als sein Vater aus Wien zurückkam, legte er ihm einen Brief vor, in dem er die Entlassung des Ministers forderte. Dem Wunsch des Kronprinzen wurde am 2. Februar 1817 stattgegeben. Ludwig unterstützte als Philhellene großzügig den griechischen Freiheitskampf, wobei er im Befreiungskrieg 1821 ein Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Gulden aus seinen Privatmitteln zur Verfügung stellte. Nach dem Tod seines Vaters Maximilian I. am 13. Oktober 1825 wurde Ludwig als bayerischer König inthronisiert. Um die Eingliederung der neu zum bayerischen Territorium hinzu gekommenen Gebiete zu fördern, änderte er 1837 seine Titulatur und nannte sich fortan „König von Bayern, Herzog von Franken, Herzog in Schwaben und Pfalzgraf bei Rhein“. Bei den Herzogstiteln und dem Pfalzgrafenamt handelt es sich aber gleichsam um Phantasietitel, da es diese Würden weder im neuzeitlichen bayerischen Staatsrecht noch im deutschen Bundesrecht gab, die jeweils nur den „König von Bayern“ kannten. Diese Titel hatten jedoch eine lange Tradition und bestanden vor Auflösung des alten Reichs 1806. An diese Titel knüpfte der König bewusst an und führte sie als Anspruchstitel, die eine Legitimation seiner Herrschaft über alle Landesteile belegen sollten: Ludwigs Titulatur ist also auch als Ausdruck des romantisch-historisierenden Regierungsverständnisses des Königs zu verstehen. Seine Nachfolger behielten diese Titel bei.
Maximilian II. Joseph war ein deutscher Fürst aus der Familie der Wittelsbacher und von 1848 bis 1864 König von Bayern. Maximilian II. war verheiratet mit Marie Friederike von Preußen. Er war der Vater der bayerischen Könige Ludwig II. und Otto I. sowie der ältere Bruder des Prinzregenten Luitpold. Er war der älteste Sohn von König Ludwig I. und dessen Frau Therese von Sachsen-Hildburghausen. 1829 bis 1830 studierte er an der Universität Göttingen und 1830 bis 1831 an der Universität Berlin, wo er besonders Vorlesungen in Geschichte und Staatsrecht besuchte. Maximilian war Schüler der Gelehrten Friedrich Dahlmann und Arnold Heeren in Göttingen, Friedrich von Raumer und Leopold von Ranke in Berlin sowie Friedrich Wilhelm Joseph Schelling in München. Sein Geschichtsverständnis war stark von ihnen geprägt. 1830 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Bei einer Fußwanderung im April 1829 sah er die baufällige Ruine von Schloss Hohenschwangau. Er kaufte sie im Oktober 1832 und ließ sie von Domenico Quaglio als Sommerresidenz wiederaufbauen. Das Schloss wurde Vorbild für die Märchenschlösser seines Sohnes Ludwig II. Während seiner Kronprinzenzeit unternahm er in Europa weite Reisen, die ihn unter anderem nach Griechenland, Italien und England führten. Am 20. März 1848 übernahm er nach der Abdankung seines Vaters die Regierungsgeschäfte. Nach der Eidesleistung erklärte er in seiner Thronrede: „Ich bin stolz, mich einen konstitutionellen König zu nennen.“ Kurz nach seinem Regierungsantritt gewährte er eine Verfassungsreform, die noch sein Vater zugestanden hatte. Es wurde ein neues Wahlgesetz verabschiedet, die Mitglieder der 2. Kammer wurden nicht mehr nach Berufsgruppen gewählt, und der Landtag erhielt das Recht zur Gesetzesinitiative. König Maximilian II. Joseph verlobte sich am 23. Januar 1842 mit der Prinzessin Marie Friederike von Preußen (1825–1889), Tochter des Prinzen Friedrich Wilhelm Karl von Preußen und seiner Gattin Maria Anna Amalie von Hessen-Homburg. Aus der am 12. Oktober 1842 in München geschlossenen Ehe gingen zwei Söhne hervor: Ludwig Otto Friedrich Wilhelm (1845–1886), 1867 Verlobung mit der Prinzessin Sophie in Bayern (1847–1897), als Ludwig II. König von Bayern; Otto Wilhelm Luitpold (1848–1916), als Otto I. König von Bayern


