Kaiserreich 2 3 5 Mark Silber Gedenkmünzen

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Im Gegensatz zur Zeit vor der Reichsgründung waren die kleineren Werte aus Silber mit 900/1000 Feingehalt lediglich Scheidemünzen, ihr Metallwert war also geringer als ihr gesetzlicher Wert. Die Münze zu einer Mark entsprach genau 5 g Feinsilber; dementsprechend entsprachen 2 Mark-Münzen 10 g Feinsilber, 3 Mark-Münzen 15 g Feinsilber und 5 Mark-Münzen 25 g Feinsilber. Der Edelmetalldeckung entsprechend, hätte der Feinsilbergehalt bei Münzen zu 1 Mark 5,56 g (11,12 g bei 2 Mark-Münzen, 16,67 g bei 3 Mark-Münzen und 27,78 bei 5 Mark-Münzen) entsprechen müssen. Die Stücke zu zwei, drei und fünf Mark besaßen wie die Goldmünzen landesspezifische Vorderseiten und die reichseinheitliche Rückseite. Die kleinen Münzen bis 1 Mark waren reichseinheitlich gestaltet. Die Drei- und Fünfmarkstücke trugen die Randschrift GOTT MIT UNS, wie die meisten preußischen Vereinstaler, die kleineren Nominale besaßen einen geriffelten Rand. Ab 1901 wurden zu besonderen Anlässen auch Gedenkmünzen geprägt, die im Rau- und Feingewicht den Kursmünzen entsprachen.

Der Vereinstaler entsprach im Feingehalt mit 16,67 g Silber anfänglich genau 3 Mark und war als solcher noch bis 1907 als Münze zu 3 Mark in Umlauf. 1908 wurde die Münze zu 3 Mark eingeführt und gleichzeitig der Taler außer Kurs gesetzt. Viele Taler waren auch inzwischen im Umlauf schon stark verschlissen, da die letzten einfachen Taler nur bis 1871 ausgeprägt wurden. Der Talerbegriff übertrug sich dann auf das 3-Mark-Stück bis in die Weimarer Republik. Das 5-Pfennig-Stück hieß noch bis in unsere Zeit im Berliner Raum „Sechser“, da der halbe Silbergroschen preußischer Währung 6 Pfenni(n)ge galt. Die Bezeichnung „Groschen“ für das 10-Pfennig-Stück dürfte noch allgemein bekannt sein. Die 20 Pfennig-Münze aus Silber war mit 1 g Feingehalt sehr klein und filigran und verschliss entsprechend schnell, so dass die Münze nur 5 Jahre geprägt wurde (1873-77). Dennoch war sie bei der Bevölkerung sehr beliebt und hatte einige Spitznamen, wie „Siebnerl“, weil es genau dem Wert von 7 Kreuzer der süddeutschen Vorgängerlandeswährung entsprach.

Scheidemünzen aus Silber: 5 Mark – Feingehalt 25 g; 3 Mark – Feingehalt 15 g, ab 1908 geprägt; 2 Mark – Feingehalt 10 g; 1 Mark – Feingehalt 5 g; ½ Mark – Feingehalt 2,5 g; 50 Pfennig – Feingehalt 2,5 g; 20 Pfennig – Feingehalt 1 g, nur bis 1878 geprägt Hergestellt aus Bronze und Nickel-Legierungen: 25 Pfennig in Jugendstil-Gestaltung; 20 Pfennig; 10 Pfennig (häufig Groschen genannt); 5 Pfennig (im Berliner Raum gelegentlich auch „Sechser“ genannt); 2 Pfennig; 1 Pfennig. Während des Ersten Weltkrieges wurden Münzen aus Aluminium und Stahl geprägt (Quelle Wikipedia)

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Goldmünzen mit 900/1000 Feingehalt, der Rest ist Kupfer, daher die Rotfärbung (Rotgold): 20 Mark, Raugewicht 7,9649 g (7,1685 g Feingold) Doppelkrone auch Goldfuchs genannt / Durchmesser ca. 22,5 mm. 10 Mark, Raugewicht 3,9825 g (3,5842 g Feingold) Krone / Durchmesser 19,5 mm. 5 Mark, Raugewicht 1,9912 g (1,7921 g Feingold) 1/2 Krone / Durchmesser 17,0 mm. Die Benennungen Krone für das 10-Markstück und Doppelkrone für das 20-Markstück wurden durch den Allerhöchsten Erlass betreffend die einheitliche Benennung der Reichsgoldmünzen vom 17. Februar 1875 (RGBl. 1875, 72) zur Anwendung durch die Reichsbehörden eingeführt. Die jeweiligen Prägezahlen der einzelnen Gold- sowie der Silbermünzsorten (von 2 bis 5 Mark) eines Bundesstaates richteten sich nach einem Bevölkerungsschlüssel, so dass große Bundesländer, wie z. B. Preußen, Bayern, Sachsen, daher wesentlich höhere Prägezahlen als kleinere Länder, wie z. B. Reuss, hatten. Die deutsche Goldausprägung hat nach Kurt Jaeger von 1871 bis 1914/15 insgesamt 5.366.465.000 M betragen, was etwa 1930 Tonnen Feingold entsprechen würde – ohne Berücksichtigung des Umtausches abgenutzter Münzen.

Jedem Bundesstaat war es erlaubt, die Vorderseite, das Avers, zu gestalten und Münzen zu prägen. In der Regel war dort das Abbild des jeweiligen regierenden Monarchen zu sehen. Die freien Städte Bremen, Hamburg und Lübeck prägten das Stadtwappen auf ihre Münzen. Die Rückseite, das Revers, hingegen war einheitlich mit dem Reichsadler versehen, dessen Gestaltung aber zweimal geändert wurde. Zunächst wurde die anfängliche Abkürzung M. für Mark 1874 abgeschafft und das Wort Mark ausgeschrieben, um die neue Währung stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, sodann wurde im Jahre 1890 aus dem kleinen Reichsadler mit großem Hohenzollernschild – Sinnbild für die Vorherrschaft Preußens – ein großer Reichsadler mit kleinem Schild. Nach der Amtsübernahme im „Dreikaiserjahr“ 1888 wollte Wilhelm II. damit ein Zeichen setzen und die deutsche Einheit betonen, nachdem sich das Kaiserreich etabliert und gefestigt hatte. Der Entwurf des neuen Münzadlers stammt von Otto Schultz aus Berlin. Münzgeschichtlich bedeutsam sind auch die in den Jahren 1877 und 1878 geprägten 5-Mark-Goldmünzen. Wegen ihrer geringen Größe von gerade mal 17 mm Durchmesser und knapp 2 Gramm Gewicht gingen sie sehr oft verloren und konnten sich daher in der Bevölkerung nicht durchsetzen. Sie flossen immer wieder zur Reichsbank zurück und wurden daher schon am 1. Oktober 1900 außer Kurs gesetzt. Die höchste Auflage erreichten die 1877 in Berlin geprägten preußischen 5-Mark-Goldmünzen mit über einer Million Exemplaren. Man schätzt, dass höchstens noch 10 % der ursprünglich geprägten Fünf-Mark-Goldmünzen existieren. Ein hoher Anteil der heute angebotenen Stücke ist gefälscht.

Die Emissionen sämtlicher 20- und 10-Markstücke verhalten sich wie etwa 3 : 1, was sich heute meist in einem relativ höheren Sammlerpreis für die 10-Markstücke ausdrückt. Das lässt evtl. den Schluss zu, dass der Staat vermutete, dass sich einfache Bürger eher ein goldenes 10-Markstück auf die „hohe Kante“ legen konnten als ein solches zu 20 Mark. Um das zu erschweren, wurde die Anzahl der emittierten 10-Markstücke einfach zugunsten der 20-Markstücke merklich verringert, was die Thesaurierung durch die einfachen Bürger mangels nur gering vorhandener 10-Goldmarkstücke erschwerte. Die heute noch vorhandenen Goldmünzen des Kaiserreiches sind nur noch Bruchteile der ursprünglichen Auflagen. Die beiden Weltkriege, Verbrauch durch industrielle Zwecke, Exporte usw. haben die realen Bestände teilweise drastisch reduziert. Schätzungsweise sind von den 5 Mark Goldmünzen noch ca 10% erhalten. Von den 10 und 20 Goldmarkstücken sind noch ca 40 - 50% vorhanden. Die Münzen des Kaiserreichs blieben bis auf wenige Modifizierungen über die Jahrzehnte unverändert. Die auffälligste Neuerung war der Wechsel 1890 / 1891 vom kleinen Reichsadler mit großem Brustschild zum großen Reichsadler mit kleinem Brustschild. Weiterhin wurde 1874 die Nominalangabe bei den Goldmarkmünzen von 10M. bzw. 20M. auf 10 Mark bzw. 20 Mark geändert. Hierdurch sollte erreicht werden, dass sich der Begriff Mark in der Bevölkerung verankert. Die von 1888 bis 1913 geprägte Goldmark 20 M. Preussen Wilhelm II. wird heute als Anlagemünze an Bankschaltern mit einem kleinen Aufschlag zum aktuellen Edelmetallkurs verkauft(Quelle Wikipedia).