Deutsche Kolonien Tabora Sondermünzen

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Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 723 5 Heller Kupfer / Zinn Sondermünze
Jahrgang 1916


Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 724 20 Heller Kupfer / Zinn Sondermünze
Jahrgang 1916


Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 725 20 Heller Kupfer / Zinn Sondermünze
Jahrgang 1916
 

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Am 1. August 1890 schloss Emin Pascha mit den führenden Arabern Taboras einen sogenannten Schutzvertrag über Tabora und die gesamte Region der Nyamwezi, von den Deutschen Unjanjembe genannt, ab. Dieser Vertrag war in zweierlei Hinsicht unrechtmäßig: Zum einen annektierte er - zumindest auf dem Papier - einen großen Teil des afrikanischen Hinterlands für das deutsche Kaiserreich, zum anderen waren die Araber, die zwar über großen Landbesitz in Tabora verfügten, keineswegs zeichnungsberechtigt für die anderen Bewohner der Region. Tatsächlich aber änderte sich, abgesehen von einer Militärstation, über der die Flagge des Kaiserreiches gehisst wurde, in Tabora bis zum Eisenbahnbau ab dem Jahr 1908 relativ wenig. Die Stadt war durch ihre Entfernung zur Küste weit entfernt von den kolonialen Machtzentren, Besteuerungen ließen sich kaum durchsetzen und wurden zum Teil gar nicht erst erhoben. Auch wirtschaftlich war das von der Küste weit abgelegene Tabora für deutsche Siedler bis zum Bau der Eisenbahn uninteressant. Ökonomische Säule blieb der Karawanenhandel. 1895 waren unter den rund 15.000 Bewohnern 23 Araber, 3 Inder und 40 Swahili mit ihren Familien. Die meisten Einwohner Taboras waren in der Landwirtschaft beschäftigt, neben dem Eigenbedarf wurden vor allem Lebensmittel zur Ausstattung der Karawanen produziert. Viele Männer arbeiteten weiterhin als Träger oder statteten selbst Karawanen aus. Auch die Waren blieben in den ersten beiden Jahrzehnten der Kolonialherrschaft weitgehend die gleichen.

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Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 726 20 Heller Kupfer / Zinn Sondermünze
Jahrgang 1916


Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 727 20 Heller Kupfer / Zinn Sondermünze
Jahrgang 1916


Deutsche Kolonien Tabora Münzen
Jäger 728 15 Rupien Gold Sondermünze
Jahrgang 1916

Dennoch wurde die Stadt wegen ihrer zentralen und strategisch günstigen Lage von Staatssekretär Bernhard Dernburg als mögliche Hauptstadt ins Auge gefasst, was aber vermutlich aufgrund des geringen Europäeranteils unter den Bewohnern nicht durchgesetzt werden konnte. Mit der Fertigstellung der Zentralbahn von Dar es Salaam bis Tabora am 1. Juli 1912 erfolgte ein grundlegender Strukturwandel. Der Warenverkehr wurde auf die Schiene umgelegt und der Karawanenhandel kam fast umgehend zum Erliegen. Zahlreiche deutsche Handelsfirmen wurden ansässig, 1913 gab es bereits 26 deutsche Firmen, darunter vier Gasthäuser und eine Apotheke. Die Landwirtschaft jedoch blieb - anders als in der Usambara-Region - in einheimischer Hand. Je eine Kompanie der Schutztruppe und der Polizei waren hier stationiert. Anders auch als in vielen kolonialen Städten und wie beispielsweise in Dar es Salaam entstand in Tabora während der deutschen Kolonialherrschaft kein eigenes Europäerviertel, das durch einen grünen Gürtel von den Wohngebieten der einheimischen Bevölkerung abgegrenzt war, vielmehr waren die Behausungen der Europäer nahezu im gesamten Stadtgebiet verteilt.
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