Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg

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Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg
Jäger 624 1 Grosz Zinn Sondermünze
Jahrgang 1939
Münzen Besetzte polnische Gebiete


Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg
Jäger 625 10 Grosz Zinn Sondermünze
Jahrgang 1923
Münzen Besetzte polnische Gebiete

Besetzte polnische Gebiete: Der zweite Weltkrig begann 1939 mit dem deutsche Angriff auf Polen. Fast zeitgleich überfiel auch die Sowjetunion Teile im Osten von Polen. Nach einem gemeinsamen Vertrag erhielt Deutschland den westlichen Teil Polens und die Sowjetunion den Osten. Der übriggebliebene Rest wurde als Generalgouvernement dem deutschen Reich angegliedert. Das polnische Geld der Vorkriegszeit wurde eingezogen und stattdessen wurden verschiedene Groszy Münzen ausgegeben. Für das 1-Grosz-Stück benutzte man die alten Stempel mit der Jahreszahl 1939, für die 10- und 20-Groszy-Stücke die mit der Jahreszahl 1923. Die 50 Groszy-Münzen wurden schon 1938 von der polnischen Regierung als Vorsorge für den Kriegsfall in Auftrag gegeben. Nach dem Angriff auf Polen folgte dessen militärische Besetzung; dabei wurden durch die deutschen Besatzer zwei Gebiete grundsätzlich unterschieden. „Generalgouvernement (für die besetzten polnischen Gebiete)“ war seit dem 26. Oktober 1939 die Bezeichnung für das so genannte deutsche Nebenland, das heißt die vom nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkriegs besetzten, aber nicht in das deutsche Staatsgebiet eingegliederten Gebiete in Polen. Es enthielt die vier Distrikte Krakau, Radom, Warschau und Lublin, seit dem 1. August 1941 zusätzlich Lemberg, hatte eine Gesamtfläche von 142.000 km² mit etwa 12 Millionen Einwohnern und bestand bis 1945. Die deutsche Herrschaft im Generalgouvernement gilt als schrecklichste Erscheinungsform des nationalsozialistischen Terrors, gegen den sich trotz oder gerade wegen der brutalen Unterdrückung die polnische Heimatarmee bildete. Der Hass entlud sich in mehreren Aufständen, von denen die meisten von den deutschen Besatzern blutig niedergeschlagen wurden. Zu den bekanntesten Aufständen gehören der Aufstand im Warschauer Ghetto vom Frühling 1943 und der Warschauer Aufstand von August bis Oktober 1944. Rund drei Millionen polnische Juden und fast ebenso viele Polen wurden während des Zweiten Weltkrieges im Generalgouvernement ermordet oder fielen Terror (u.a. Massaker von Przemyśl, sogenannten „Sonderaktionen“) und der gezielten Hungerpolitik der Besatzer zum Opfer. Generalgouverneur Hans Frank sagte im Februar 1940 gegenüber einem Journalisten: „In Prag waren zum Beispiel große rote Plakate angeschlagen, auf denen zu lesen war, dass heute sieben Tschechen erschossen worden sind. Da sagte ich mir: wenn ich für je sieben erschossene Polen ein Plakat aushängen lassen wollte, dann würden die Wälder Polens nicht ausreichen, das Papier herzustellen für solche Plakate.“

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Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg

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Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg
Jäger 626 20 Grosz Zinn Sondermünze
Jahrgang 1923
Münzen Besetzte polnische Gebiete


Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg
Jäger 627 50 Grosz Eisen/Zinn Sondermünze
Jahrgang 1928
Münzen Besetzte polnische Gebiete


Besetzte polnische Gebiete I. Weltkrieg
Jäger 628 5 Grosz Zinn Sondermünze
Jahrgang 1939
Münzen Besetzte polnische Gebiete



Erklärtes Ziel der nationalsozialistischen Besatzer war es, das Generalgouvernement „judenfrei“ zu machen und die Polen zu vertreiben, damit sich dort Deutsche ansiedeln konnten. So sagte Generalgouverneur Frank in einer Rede am 26. März 1941: „Der Führer hat mir versprochen, daß das Generalgouvernement in absehbarer Zeit von Juden völlig befreit sein werde. Außerdem ist klar entschieden, daß das Generalgouvernement in Zukunft ein deutscher Lebensbereich sein wird. Wo heute zwölf Millionen Polen wohnen, sollen einmal vier bis fünf Millionen Deutsche wohnen. Das Generalgouvernement muß ein so deutsches Land werden wie das Rheinland.“ Den Polen sollte jede Möglichkeit der Selbstständigkeit genommen werden; so waren zum Beispiel die polnischen Ober- und Hochschulen geschlossen und das Erziehungs- und Pressewesen auf ein Minimum zurückgestutzt worden, um die Unterdrückung der slawischen Bevölkerung zu zementieren. In einer Notiz des Reichsführers-SS Heinrich Himmler heißt es dazu: „Eine grundsätzliche Frage bei der Lösung all dieser Probleme ist die Schulfrage und damit die Sichtung und Siebung der Jugend. Für die nicht-deutsche Bevölkerung des Ostens darf es keine höhere Schule geben, als die vierklassige Volksschule. Das Ziel dieser Volksschule hat lediglich zu sein: Einfaches Rechnen bis höchstens 500, Schreiben des Namens, eine Lehre, daß es ein göttliches Gebot ist, den Deutschen gehorsam zu sein, und ehrlich, fleißig und brav zu sein. Lesen halte ich nicht für erforderlich. Außer dieser Schule darf es im Osten überhaupt keine Schule geben. Die Bevölkerung des Generalgouvernements setzt sich dann zwangsläufig, nach einer konsequenten Durchführung dieser Maßnahmen, im Laufe der nächsten zehn Jahre aus einer verbleibenden minderwertigen Bevölkerung zusammen. Diese Bevölkerung wird als führerloses Arbeitsvolk zur Verfügung stehen und Deutschland jährlich Wanderarbeiter und Arbeiter für besondere Arbeitsvorkommen (Straßen, Steinbrüche, Bauten) stellen.“