100 Euro Goldmünze Trier 2009

100 Euro Goldmünzen: Seit Einführung des Euros im Jahr 2002 wird jährlich eine Goldmünzen mit einem Nennwert von 100 € geprägt. Alle deutschen 100-Euro-Goldmünzen haben ein Gewicht von 15,55 g (1/2 Unze), einen Durchmesser von 28 mm, einen geriffelten Rand und bestehen aus 999,9 Feingold. Sie werden ausschließlich in der Prägequalität Stempelglanz hergestellt. Diese Münzen sind in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel; im Umlauf befinden sie sich jedoch nicht, da ihr Metallwert mit ca. 375 Euro (Stand Februar 2009) wesentlich über dem Nennwert liegt. Der Vertrieb findet nur über die Verkaufsstelle für Sammlermünzen statt, auch Banken und Münzhändler müssen dort bestellen. Das Thema der ersten ausgegebenen Goldmünze im Jahr 2002 war der Übergang zur Währungsunion und damit die Einführung des Euros. 2003 begann eine Serie mit Motiven von Stätten des UNESCO-Welterbes in Deutschland. Die Themen sind Quedlinburg (2003), Bamberg (2004), Weimar (2006), Lübeck (2007) und Goslar (2008). Im Jahr 2005 gab es eine Unterbrechung der Serie mit einer Münze zum Thema FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006. Um die Kontinuität zu den bisher ausgegebenen Silbermünzen des gleichen Themas zu erhalten, wurde das bisher geprägte Bild der Wertseite aller dieser Münzen übernommen. Die Größenverhältnisse wurden angepasst, das Nominal von 10 auf 100 Euro geändert und das Monogramm des Grafikers Erich Ott darüber eingefügt. Die Motivseite entwarf Heinz Hoyer, sein Monogramm ist innerhalb des abgebildeten Fußballs vorhanden. Damit ist dies die einzige bundesdeutsche Gedenkmünze mit zwei Hinweisen auf die Gestalter. Der Ausgabepreis dieser Münzen liegt bei einer Vorbestellung noch nicht fest. Er entspricht bis heute (2007) dem Goldpreis am Vortag der Ausgabe zuzüglich eines Aufschlags von 25 Euro; 2007 waren dies 285 Euro. Dazu kommen zusätzliche Versandkosten pro Münze, die immer einzeln geliefert werden; bis 2005 war allerdings eine persönliche Abholung einer Bestellung in Bad Homburg möglich. Im Lieferumfang enthalten ist ein Lederetui, das Echtheitszertifikat und die Münze selbst. Die Goldmünze befindet sich in einer durchsichtigen Schutzkapsel. Die Versandverpackungen im Jahre 2005 (13 x 25 cm) hatten einen Aufkleber mit einer auf ein halbes Gramm genauen Gewichtsangabe. Seit 2006 wird die ursprüngliche Verpackung in einer zusätzlichen Umhüllung von 41,5 x 35 cm ausgeliefert.
Trier ist eine kreisfreie Stadt im Westen des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Trier ist Sitz einer Universität, einer Fachhochschule, der Verwaltung des Landkreises Trier-Saarburg, der Verwaltung der Verbandsgemeinde Trier-Land, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, mehrerer Dienststellen des Landesuntersuchungsamtes sowie einer römisch-katholischen Diözese (Bistum Trier). Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager. Das römische Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke, Dom, Liebfrauenkirche, Igeler Säule zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Gründungssage Triers, die erstmals 1105 in den Gesta Treverorum schriftlich aufgezeichnet wurde, soll Trebeta, der Sohn des Assyrerkönigs Ninus, Trier 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet haben. Darauf weist auch die Inschrift aus dem Jahre 1684 am Roten Haus am Trierer Hauptmarkt hin: „ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS“ (Vor Rom stand Trier eintausenddreihundert Jahre). Durch Funde im Stadtgebiet können bandkeramische Siedlungen aus der älteren Jungsteinzeit nachgewiesen werden, die darauf hindeuten, dass im Trierer Tal schon im 3. Jahrtausend v. Chr. Menschen lebten. Jedoch kann man in dieser Zeit hier noch keine städtische Ansiedlung erwarten. Seit den letzten vorchristlichen Jahrhunderten siedelten Angehörige des keltischen Stammes der Treverer auf dem heutigen Stadtgebiet. Motivfindung Seit 1998 werden die Motive der geprägten Münzen durch vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführte Wettbewerbe ermittelt. Numisblätter In Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG wurde 1997 erstmals ein Numisblatt ausgegeben. Unterhalb einer auf Papier aufgeklebten Schutzkapsel mit der Gedenkmünze zum 500. Geburtstag des Reformators Philipp Melanchthon ist ein Briefmarkenkleinbogen von zehn Marken mit der Darstellung Philipp Melanchthons (Michel-Nummer 1902) vorhanden. Die Briefmarken wurden durch einen Ersttagsstempel entwertet. Ähnliche Numisblätter gibt es bis heute (Mai 2009) von allen folgenden deutschen Silbermünzen. Akzeptanz und Bekanntheit Obwohl seit 2002 jährlich zwischen 8 und 13 Millionen der 10-Euro-Gedenkmünzen ausgegeben wurden, hat kaum eine Ladenkasse ein eigenes Fach dafür, da sich die meisten dieser Münzen in der Hand von Sammlern befinden und nur selten in den Umlauf gelangen. Viele Einzelhandelsgeschäfte nehmen aus Unkenntnis die 10-Euro-Münzen nur zögernd oder nach Rücksprache an, obwohl sie gesetzlich zur Annahme verpflichtet sind – ein Problem, das schon früher mit den 5- und 10-DM-Gedenkmünzen bestand. Wertentwicklung und Kritik. In der Bundesrepublik Deutschland wurde bis zur Währungsumstellung auf den Euro über eine halbe Milliarde von Gedenkmünzen in DM geprägt. Außer den ersten fünf 5-DM-Gedenkausgaben hat kaum eine dieser Gedenkmünzen eine nennenswerte Wertsteigerung durch Sammler erfahren. Silbermünzen in der Prägequalität Stempelglanz werden heute im Allgemeinen zum Nominalwert gehandelt; Ausgaben in Spiegelglanz etwas über dem Ausgabepreis. Von allen geprägten Goldmünzen wird die Ausgabe von 200 € aufgrund der geringen Auflage mit einem Preis von weit über 1000 € gehandelt und ist damit das deutsche Nominal mit der größten Wertsteigerung seit der Währungsunion. Der Kaufpreis der anderen Goldmünzen lehnt sich an den aktuellen Goldpreis an, die Ausgabe aus Berlin wird von Sammlern etwas höher bewertet. Kritik an der Verkaufsstelle für Sammlermünzen wird von Komplettsammlern geäußert, da es keine den Silberausgaben vergleichbare Goldmünzenedition gibt. Bei der Bestellung dieser Münzen werden Exemplare aus einer zufällig gewählten Prägestätte geliefert.

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