Gold als internationale Sekundärwährung

Historisch wurde Gold schon immer als Währung eingesetzt – man kann dies auch als Sekundärwährung verstehen.  Eine Geldeinheit entspracht einer bestimmten Menge an Gold. Deutschland hatte während des Deutsches Reich also Kaiserreich von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark, wobei einem Gramm Gold fast genau 2,79 Goldmark entsprach. Dieses Währungssystem konnte wegen des verlorenen Ersten Weltkrieges und der verbundenen Reparationen, welche die Goldreserven des Deutschen Reiches verschlangen, nicht aufrechterhalten werden. Die daraus resultierende zwangsweise Umstellung auf nicht goldgedecktes Geld, eine Art Vertrauenswährung, ermöglichte die Hyperinflation der 20er Jahre. Das heißt jedoch nicht, dass eine Währung goldgedeckt zwingend sein muss. Sie kann auch durch andere volkswirtschaftlichen Werte wie Immobilien und Güter sowie Werte gedeckt sein.Lange Zeit entsprach in den USA Vereinigten Staaten eine Unze Gold 20,67 US-Dollar. Anschließend im Bretton Woods System wurde diese Äquivalenz auf 35  Dollar angehoben. Funktion des Goldes als Währungsreserve bzw. Goldreserve war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. 1933 - 1973 war Goldbesitz nur in Form von Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. USA Präsident Roosevelt ließ Gold über die Executive konfiszieren, und Präsident Nixon unterband, dass Nationalbanken zu einem fixen Preis gegen Gold wechseln konnten. Gold hat einen geringen Nutzwert, und seine Förderung muss sich daher kaum einem Verbrauch anpassen.

Zu den wenigen Nachfragern, die Gold aus der Gesamtmenge entfernen, gehört beispielsweise die Mikroelektronik, die eine geringe, aber steigende Menge in elektronischen Schaltkreisen einsetzt, aus denen es nicht oder nur in geringem Maß wiedergewonnen werden kann. Historisch gesehen wurde die Goldmenge nie durch Verbrauch verringert, sondern immer nur unter Besitzern oder Aufbewahrungsformen umverteilt. Es ändern sich jedoch häufig die Nachfrage und das Angebot. Deshalb ist der Goldpreis sehr volatil. Das heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich. Immer mehr steigt jedoch die Privatnachfrag, auch wenn dies bei den weltweiten Bestand kaum eine Rolle spielt. Aus diesen Gründen gilt Gold heute als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge, heißt Inflation, als Gegenreaktion der Zentralbanken auf die normalerweise sinkende Umlaufgeschwindigkeit auch die Goldmenge als Deckung adäquat mitwachsen müsste. Dies ist aber kaum zu bewerkstelligen. Auch würde die heute vorhandene Goldmenge nicht als Wertdeckung für eine bedeutsame Währung ausreichen. Der Goldbestand 2006 entsprach einem Marktwert von 2,5 Billionen € und wäre hypothetisch somit gerade einmal geeignet gewesen, die damaligen Staatsschulden Deutschlands und Spaniens zu decken und nicht die der ganzen Welt. Wenn das kompensierende Geldmengenwachstum durch Goldmangel gestoppt würde, wäre die Folge entweder eine Deflation wegen Mangels an Zahlungsmitteln oder das Abrücken von der Golddeckung.

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