Der Krügerrand und seine Historie
Formal ist es nach der südafrikanischen Staatsbank ein offizielles Zahlungsmittel in SouthAfrica, obwohl er nicht als Bargeld gedacht ist und praktisch nicht als solches genutzt wird. Dennoch kommt es vor, dass der Krügerrand als Währung bei einem kauf über den Tisch geht. Im Gegensatz zu den meisten Münzen trägt der Krugerrand keinen aufgeprägten Nominalwert, dieser wird stattdessen an jedem Werktag von offizieller Seite in Bezug zum Marktpreis des Goldgehaltes neu festgesetzt, was auch mit dem Börsenwert für Gold einhergeht. Von 1967 - 1969 prägte die SouthAfrica Mint die Münze in einer Auflage von circa 40 Tausend pro Jahr. Danach vervielfachte sich die Produktion: 1970 wurden 211 Tausend Münzen, 1974 schon über 3,2 Millionen Exemplare produziert. Die Stückelungen unterhalb einer Unze wurden erst 1980 eingeführt. 1986 beschlossen die europäische Gemeinschaft und Nordamerika aufgrund der andauernden Apartheid einen Boykott. Dies führte zum Importverbot des Krügerrands, daraufhin brach die Auflage der Münze ein. Die Tiefststände wurden 1995 mit 8 Tausend und 1998 mit einer Jahresgesamtproduktion aller Stückelungen von 23 Tausend Unzen erreicht. Handel und Besitz dieser Münzen wurden jedoch nie verboten. In der Folge wurden viele Krügerrand-Münzen eingeschmolzen und es kam zu einem Preisabschlag der Münze. 1999 wurde das Importverbot aufgehoben, die Auflage wächst seitdem wieder an, an die alten Werte hat sie bis jetzt jedoch nicht Anschluss gefunden. Heute hat der Krügerrand trotz der widrigen Umstände den größten Marktanteil unter den inzwischen zahlreichen verschiedenen Bullion Münzen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass er mit etwa 5 % nur einen sehr geringen Aufpreis auf den an den Edelmetallbörsen festgelegten Spotpreis hat. Briefmarkenhaus Heubach